Human Centric Lighting – An evening with Henrik Clausen

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Welche Bedeutung hat Licht für den Menschen? Wie wirkt es sich auf den Körper aus? Was ist „Human Centric Lighting“? Und welche Vor- und Nachteile bringt die neue Methode IES TM-30-15 zur Bestimmung der Farbwiedergabe mit sich? – In einem von Designplan organisiertem Vortrag für Architekten, Planer und Ingenieure informierte Henrik Clausen, Leiter der Fagerhult Lighting Academy, über grundlegende Begriffe, Anforderungen und Planungsempfehlungen rund um biodynamische Beleuchtungstechnologien.

© Designplan

Human Centric Lighting – Das richtige Licht zur richtigen Zeit

Die Wirkung von Licht auf den menschlichen Körper ist wissenschaftlich bewiesen. Es dient nicht nur der Aufnahme visueller Informationen, sondern beeinflusst auch den circadianen Rhythmus des Menschen (die „innere Uhr“). Genau hier knüpft das Konzept des Human Centric Lighting (HCL) an: Eine Beleuchtung im Innenraum sollte in der Lage sein, den biologischen Rhythmus zu unterstützen. Der Mensch steht im Mittelpunkt und moderne Lichtlösungen fördern das Wohlbefinden, die Stimmung und die Gesundheit.

Beim Human Centric Lighting wird mittels verschiedener Farbtemperaturen und Beleuchtungsstärken das Zusammenspiel von Licht, Klima und Raum so aufeinander abgestimmt, dass das künstliche Licht dem Wechselspiel der natürlichen Beleuchtung entspricht. Der sogenannte Tageslichtverlauf wird nachempfunden. Über das Human Centric Lighting werden Lebensräume und Lichtatmosphären gestaltet, die für mehr Wohlbefinden sorgen und bei den verschiedensten Lebenssituationen unterstützen.

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IES TM-30-15 – Eine neue Methode zur Farbwiedergabe-Bestimmung

Die nordamerikanische IES (Illuminating Engineering Society) hat im Jahre 2015 unter dem Kürzel TM-30-15 eine neue Methode zur Bewertung der Farbwiedergabe von Lichtquellen vorgestellt. Auf 26 Seiten wurden die Hauptkritikpunkte an der CIE 13.3-Methode optimiert sowie die Palette der Referenzfarben von 8 (Ra-Index) auf 99 Farben ausgebaut (Fidelity-Index). Es werden der Index für die Farbwiedergabe (Rf für Fidelity) und zusätzlich für den Farbumfang (Rg für Gamut) berücksichtigt. Der Gamut-Index Rg dient der Analyse der Farbsättigung und Farbtonverschiebung. Ein kreisförmiger Farbraum aus 16 festgelegten Farborten fungiert als Referenzfläche. Ziel der IES TM-30-15 ist der bessere Vergleich von Produkten und eine detailliertere Aussage über die Farbwiedergabe von Leuchtmitteln.

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Über Henrik Clausen – Direktor der Fagerhult Lighting Academy

Henrik Clausen ist seit fast 30 Jahren im Beleuchtungssektor tätig. Im Jahr 1998 wurde er Geschäftsführer der Fagerhult-Niederlassung in Dänemark. Seit 2005 leitet er die Fagerhult Lighting Academy. Das Informationszentrum ist für Architekten, Innenarchitekten und Lichtplaner eine etablierte Anlaufstelle für Fort- und Weiterbildungen rund um Licht, Beleuchtung und Lichtdesign.

Neben der Leitung der Fagerhult Lighting Academy ist Henrik Clausen maßgeblich an der Entwicklung von „EasyLight“, einer Anwendungssoftware für kundenspezifische Produktion im Beleuchtungssektor, beteiligt. Zudem hält er zahlreiche Gastvorlesungen an den verschiedensten Universitäten weltweit, so unter anderem an der Universität von Plymouth und der Jönköping Universität in Schweden. Regelmäßig hält er auf internationalen Konferenzen Referate über verschiedene Themen aus dem Bereich Beleuchtung, vor allem aber über die menschlichen und emotionalen Aspekte der Licht- und Lichtplanung.

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In the spotlight: Innovative Technologien

Ende September 2017 ist Henrik Clausen Gast von Designplan gewesen. In London gab er Architekten, Lichtdesignern und Ingenieuren einen Einblick über die Nutzung von Lichtlösungen im Zusammenhang mit dem „Human Centric Lighting“ und stellte die Vor- und Nachteile der IES TM-30-15 vor. Das Savoy Place gab der ausgebuchten Veranstaltung einen passenden Rahmen.

Mühelos schaffte es Henrik Clausen die Komplexität der Themen in einfache und leicht verständliche Worte zu verpacken, so dass die Aufmerksamkeit des Publikums – trotz späterer Stunde – von Anfang bis Ende aufrechterhalten wurde. Zum Ausklang des Abends gab es für die Teilnehmer die Möglichkeit in entspannter Atmosphäre, bei Snacks und Getränken, Fragen zu stellen und Diskussionen zu führen.

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